Unser neues Gerätehaus in das wir am 25. September 2014 eingezogen sind.


Neues Gerätehaus

Das alte Gerätehaus wurde am 11. November 2013 abgerissen. In der Übergangszeit bis zum Einzug in den Neubau waren wir beim THW Ortsverband Castrop-Rauxel an der Klöcknerstraße untergebracht.

Unser altes Gerätehaus, Hedwig-Kiesekamp-Str. 7

Gerätehaus

Schon kurz nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Henrichenburg wurden immer wieder Stimmen laut, die den Bau eines zentralen Gerätehauses zur Unterbringung von Material und Fahrzeugen forderten. Der damalige Standard war, die vorhandenen Fahrzeuge und Geräte in so genannten Spritzenhäusern unterzubringen. Dabei handelte es sich um nichts weiter als kleine Schuppen, die im Dorf verteilt waren.

Am 23. Mai 1927 wurde an der Turmstraße (heute Hedwig-Kiesekamp-Straße 7) der Grundstein für das lang ersehnte Gerätehaus gelegt. Es entstand ein Gebäude mit einer Fahrzeughalle (2 Stellplätze) mit hölzernen Rundbogentoren, darüber eine Wohnung (für den Löschzugführer) geteilt auf 2 Etagen und einem Steigerturm. Das Gebäude wurde komplett unterkellert. Bereits am 1. Juli 1928 war das Gerätehaus bezugsfertig und wurde mit einem großen Fest eingeweiht.

Die Übungsabende fanden in der heutigen Kleiderkammer statt, geheizt wurde sie im Winter mit einem alten Ölofen. Als sich der Wehr über die Jahre immer mehr Kameraden anschlossen, wurde bald klar, dass der vorhandene Raum nicht mehr ausreichend war. Während gut besuchter Übungsabende mussten die später Eintreffenden oft in der zweiten Reihe Platz nehmen, wobei teilweise noch nicht mal mehr ein Stuhl Platz fand.

1984 wurde daher die nun schon länger leerstehende erste Etage umgebaut um dort den Ausbildungs- und Übungsdienst zu ermöglichen. Während der Renovierungsarbeiten wurde ein großer Schulungsraum geschaffen in dem alle Mitglieder des Löschzugs Platz finden konnten. Weitere neu eingerichtete Räume waren eine Küche, in der bis heute für die Verpflegung nach langen Einsätzen oder nach größeren Übungen gesorgt wird. Auch ein Raum mit Tresen zum gemütlichen Beisammensein und bewirten unserer Gäste bei Festlichkeiten (wie dem jährlichen Grünkohlessen) wurde geschaffen. Der alte Steigerturm wurde in ein Lager umgewandelt. Der alte Übungsraum wird seitdem nur noch als Kleiderkammer verwendet. Hier bewahrt jedes Mitglied seine persönliche Schutzausrüstung (mehr dazu im nächsten Kapitel) auf. Erst vor kurzer Zeit wurde die Kleiderkammer in weiß und feuerwehrrot gestrichen und es wurde dort neuer Lagerplatz in Form eines Einlegebodens geschaffen.
Die Kellerräume dienen nach wie vor als Lager für Gegenstände und Utensilien, die nur zu bestimmten Anlässen und Veranstaltungen, wie z.B. dem Osterfeuer, benötigt werden.

1993 wurden die Rundbogentore durch größere Durchfahrten mit Sektionaltoren ersetzt. Hätte der Umbau nicht stattgefunden, würde kein neues Großfahrzeug mehr die Fahrzeughalle befahren können.

Auch im neuen Jahrtausend wurden in regelmäßigen Abständen Teile des Gerätehauses von Mitgliedern des Löschzugs selbstständig renoviert. Die Fahrzeughalle musste oft neu gestrichen werden, da die Abgase der Fahrzeuge die Farbe der Wände schnell verunreinigen. Ebenso wurde in Eigenarbeit eine Kommunikationsecke mit Telefon, Computer und Fax eingerichtet. Zur Erleichterung der Ausarbeitung des Einsatzberichts wurde hier auch eine Tafel montiert, auf der jeder Kamerad seine Eintreffzeit nach Alarmierung per Knopfdruck elektronisch erfassen kann.
Des Weiteren befindet sich in der Fahrzeughalle, neben den beiden Einsatzfahrzeugen LF 10/6 und LF 16, ein Schlauchanhänger für Einsätze bei denen eine Schlauchleitung über lange Wegstrecken erforderlich ist. An den zwei Stützsäulen hängen die für den Angriffstrupp beim Brandeinsatz erforderlichen Überhosen und Feuerwehrsicherheitsgurte.
Über der Fahrzeughalle befindet sich der Schulungsraum. Ausgestattet ist dieser Raum mit einem Tageslichtprojektor, einem Beamer, einer Leinwand, einem Fernseher mit Satellitenreceiver und DVD-Player sowie einer Magnetpinnwand. Hier werden theoretische Ausbildungen durchgeführt, Einsatznachbesprechungen abgehalten oder sonstige Versammlungen veranstaltet. Den Schulungsraum schmücken zahlreiche Fotos aus all den Jahren des Bestehens.
Nebenan befindet sich das Büro mit einer Computerecke und großer Schrankwand zur Archivierung und Aufbewahrung der sich jährlich sammelnden Dokumente. Dieser Raum sowie der Flur sind ebenfalls mit Urkunden, Geschenken und Pokalen verziert, die der Löschzug in seinen 100 Jahren sammeln konnte.

Die Geschichte wiederholt sich und erneut sorgen wachsende Anforderung und die steigende Anzahl an Kameraden für Platzmangel in unserem Gerätehaus. So gibt es inzwischen keine freien Haken mehr in der Kleiderkammer. Spannend ist auch nach jedem Einsatz die Frage, ob das Ladekabel wirklich am LF angeschlossen ist, da hierzu der verantwortliche Maschinist durch den Mannschaftsraum des Fahrzeuges klettern muss um auf die andere Seite des Fahrzeuges zu gelangen. Das geschlossene Hallentor und die Rückwand umschließen das Fahrzeug nämlich nur um wenige Zentimeter. Bei der Fahrzeugübergabe 2005 mussten wir erstaunt feststellen, dass unser LF10/6 mit seinem Allradfahrgestell Zentimetergenau unser Hallentor passieren kann und aufgrund seiner Breite den Durchgang von der Fahrzeughalle in die Kleiderkammer halbiert.

Inhalte zum neuen Gerätehaus folgen noch.