Sicherheitstipps

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehrere Menschen durch Gasexplosionen. Teilweise könnten diese Unglücke verhindert werden - durch eine rechtzeitige Warnung.

Wie bemerkt man eigentlich Gas? Dem Gas ist ein Duftstoff beigemischt, der einen eindeutigen Geruch erzeugt. Bei Fachleuten heißt der Geruch "Tetrahydrothiophen", ein auffallend unangenehmer und stechender Geruch. Die Wahrnehmung des Duftstoffes schwankt, je nach Nase, zwischen faulen Eiern und einer starken Knoblauch-Konzentration. Der Geruch ist so ungewohnt unangenehm, daß die meisten Menschen ihn mit Gefahr in Verbindung bringen.

Verlassen Sie sich jedoch nicht nur auf Ihre Nase! Empfehlenswert: Das Anbringen eines Gas-Warners. Die Geräte, die beim Ausströmen verschiedener Gasarten lautstark Alarm schlagen, gibt es meist in den Regalen der Rauchmelder in Baumärkten oder Möbelhäusern. Manchmal auch als Sonderaktion im Supermarkt um die Ecke.

Maßnahmen bei Gasgeruch:
- Betätigen Sie keine Schalter von elektrischen Einrichtungen, wie z.B. Lichtschalter, Türklingel, Telefon.
- Entzünden Sie kein offenes Feuer, bzw. löschen Sie evtl. brennende Kerzen sofort.
- Sofern möglich: Schließen Sie den Hahn am Gaszähler und/oder den Hauptsperrhahn im Keller.
- Sorgen Sie für Durchzug, indem Sie alle Fenster und Türen öffnen.
- Warnen Sie andere Hausbewohner (nicht klingeln!).
- Verlassen Sie das Gebäude.
- Benachrichtigen Sie den Entstörungsdienst Ihres Gasversorgers.
- Bei starkem Gasgeruch unbedingt die Feuerwehr (Notruf 112) verständigen

 

Eine große Anzahl von Bränden können im Anfangsstadium der Entstehung ausgezeichnet bekämpft werden. Für die Erstmaßnahmen zur Bekämpfung eines solchen Entstehungsbrandes ist der Feuerlöscher geradezu prädestiniert.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Feuerlöscher:
1. Wie finde ich einen Feuerlöscher in einem Gebäude?
2. Wie bediene ich einen Feuerlöscher?
3. Wie bekämpfe ich am effektivsten den Brand?
4. Welcher Feuerlöscher eignet sich für welche Brandklasse?
5. Was Sie über Feuerlöscher noch wissen müssen
6. Wie benutze ich eine Löschdecke?


1. Wie finde ich einen Feuerlöscher in einem Gebäude?

Wichtig ist, dass Sie bei der Suche nicht in Panik verfallen. Überlegen Sie, wo sich in Ihrer direkten Umgebung ein Feuerlöscher befinden könnte. Auf Ihrer Arbeitsstätte sollten Sie natürlich wissen, wo sich der nächste Feuerlöscher befindet. In öffentlichen Gebäuden sind Hinweisschilder angebracht, die auf einen Feuerlöscher hinweisen.
 

Feuerlöscher-Symbol
Merken Sie sich dieses Symbol: Überall dort, wo Sie dieses Zeichen sehen, finden Sie einen Feuerlöscher. Unter Umständen finden Sie in einigen älteren Gebäuden auch noch das frühere Zeichen zur Feuerlöscherkennzeichnung: ein rotes Quadrat, darin ein großes, rotes "F" auf weißem Grund. Dieses Zeichen ist heute nicht mehr zugelassen und muss durch das besser verständliche Piktogramm ausgetauscht werden.
 

Nehmen Sie Feuerlöscher niemals zum Spaß von der Wand oder aus dem Feuerlöscherschrank - manchmal ist mit der Entnahme des Feuerlöschers ein automatischer Feueralarm gekoppelt.
Ein Feuerlöscher gehört eigentliche in jeden Haushalt - eigentlich, denn wirklich vorgeschrieben ist er noch nicht in jedem Fall. Doch was kostet uns das "bisschen" Sicherheit. Was ist ein Menschenleben wert. Sicherlich ist ein Feuerlöscher im Vergleich dazu "Peanuts". Brände können oft schon in Ihrer Entstehung durch den richtigen Gebrauch eines Feuerlöscher verhindert werden - deshalb: Leisten Sie sich ruhig im Haushalt, neben den obligatorischen Rauchmeldern, auch mindestens einen Feuerlöscher.


2. Wie bediene ich einen Feuerlöscher?

Feuerlöscherbedienung am Beispiel eines Pulverlöschers erklärt:
Bevor Sie einen Feuerlöscher einsetzen, müssen sie ihn vorher entsichern. Danach dauert es bei Aufladelöscher etwa zwei Sekunden bis sich der Druck im Löschmittelbehälter aufgebaut hat. Deshalb erst nach dieser kurzen Pause die Spritzpistole öffnen. Bitte weiterhin einen ausreichenden Abstand vom Feuer halten, da die Wurfweite vom Pulver bis zu fünf Metern beträgt und sich erst bei diesem Abstand die volle Wirkung der Pulverwolke entfaltet.

So machen Sie den Pulverlöscher betriebsbereit:
Durch entfernen der Abzugslasche ist der Löscher entsichert. Beim Anheben des Tragegriffes wird die Treibmittelflasche durch den Durchstoßmesser geöffnet und der Löschmittelbehälter erhält über das Blasrohr seinen Betriebsdruck. Pulver strömt durch die Schlauchleitung und der Löschpistole als Pulverwolke aus.

Funktionsweise eines Pulverlöschers

Funktionsweise eines Pulverlöschers. Die Bedienung ist kinderleicht.


3. Wie bekämpfe ich am effektivsten den Brand?

Wichtige Regeln für den Feuerlöscher-Einsatz:

Regel 1
REGEL 1: Löschen Sie immer mit, aber niemals gegen die Windrichtung. So können Sie nicht nur mehr erkennen, ihnen bleibt auch das Einatmen des giftigen Brandrauches erspart. Und auch das Löschpulver des Feuerlöschers "staubt" und ist beim Einatmen nicht unbedingt "gesundheitsfördernd".
Regel 2
REGEL 2: Beginnen Sie Ihren Löschangriff stets von vorne unten. Das gilt gerade bei Flächenbränden. Wird ein Feuerlöscher einfach nur "drauf gehalten", können sich die Flammen seitwärts ausbreiten.
Regel 3
REGEL 3: Tropf- oder Fließbrände (z.B. aus Tanks- oder Leitungen) immer von oben nach unten löschen. Sonst fließt immer brennende Flüssigkeit in die Flammen nach.
Regel 4
REGEL 4: Sollten Sie mehrere Feuerlöscher und Helfer zur Hand haben, löschen Sie nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Gemeinsam sind Sie stark - und ein Entstehungsbrand hat keine Chance.
Regel 5
REGEL 5: Auch wenn das Feuer vermeintlich gelöscht ist - behalten Sie die Brandstelle im Auge. Möglicherweise kommt es zu einer Rückzündung.
Regel 6
REGEL 6: Unmittelbar nach dem Gebrauch müssen Feuerlöscher immer von Fachpersonal (siehe z.B. "Gelbe Seiten") aufgefüllt und gewartet werden. Das gilt auch, wenn nicht das gesamte Löschmittel verbraucht wurde. Erst dann dürfen die Löscher wieder aufgehängt oder aufgestellt werden.

4. Welcher Feuerlöscher eignet sich für welche Brandklasse?

Auf jedem Feuerlöscher ist eine kleine Gebrauchsanweisung aufgeklebt. Diese gibt unter anderem Auskunft über die Eignung des Feuerlöschers zur Löschung von brennbaren Stoffen. Anhand von Piktogrammen wird die Eignung des Feuerlöschers dargestellt. Folgende Aufstellung zeigt eine Eingruppierung von brennbaren Stoffen in Brandklassen. Die abgebildeten Piktogramme stellen die jeweilige Zulässigkeit des Feuerlöschers für die Brandklasse dar:

Brandklasse A
 
Brandklasse A
Brennbare feste Stoffe (flammen- und glutbildend) z.B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle, ...
Einsetzbare Feuerlöscher: Wasserlöscher, Schaumlöscher, Pulverlöscher mit Glutbrandpulver.
Brandklasse B
 
Brandklasse B
Brennbare flüssige und flüssig werdende Stoffe (flammenbildend) z.B. Benzin, Benzol, Öle, Fette, Lacke, Teer, Äther, Alkohol, Stearin, Paraffin, ...
Einsetzbare Feuerlöscher: Schaumlöscher, normaler Pulverlöscher, Pulverlöscher mit Glutbrandpulver, Kohlendioxid-Löscher (CO2).
Brandklasse C
 
Brandklasse C
Brennbare gasförmigen Stoffe (flammenbildend) z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Stadtgas, ...
Einsetzbare Feuerlöscher: normaler Pulverlöscher, Pulverlöscher mit Glutbrandpulver, Kohlendioxid-Löscher (CO2).
Brandklasse D
 
Brandklasse D
Brennbare Leichtmetalle: z.B. Aluminium, Magnesium und ihre Legierungen, ausgenommen Alkalimetalle
Einsetzbare Feuerlöscher: Pulverlöscher mit Metallbrandpulver.

Welcher Feuerlöscher löscht was?

  Brandklasse
A
Brandklasse
B
Brandklasse
C
Brandklasse
D
ABC-Pulverlöscher Ja Ja Ja Nein
Pulverlöscher (Metall) Nein Nein Nein Ja
Pulverlöscher (Spezial) Nein Ja Ja Nein
Schaumlöscher Ja Ja Nein Nein
Wasserlöscher Ja Nein Nein Nein
Kohlendioxidlöscher Nein Ja Nein Nein

ACHTUNG: Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie nur Feuerlöscher für die dafür vorgesehenen Brände verwenden. Ein Fettbrand mit einem Wasserlöscher zu löschen ist gänzlich ungeeignet. Deshalb achten Sie bitte vor Verwendung des Feuerlöschers immer auf dessen Brandklassenzulassung!
In den meisten Fällen treffen Sie auf einen Feuerlöscher der Brandklassen ABC mit 6 kg Löschmittelinhalt. Dieser Feuerlöscher eignet sich zum Löschen brennbarer fester Stoffe (Brandklasse A), brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und brennbarer Gase (Brandklasse C).


5. Was Sie über Feuerlöscher noch wissen müssen

Was Sie über Feuerlöscher wissen müssen:
Sie sind der stolze Besitzer eines Feuerlöschers? Das ist sehr gut. Wissen Sie aber auch, wann Ihr Feuerlöscher zum letzten Mal gewartet wurde? Nein? Vielleicht noch nie? Das sollten Sie so schnell wie möglich ändern. Insbesondere Pulverlöscher müssen alle zwei Jahre geprüft werden. Ansonsten kann das Löschmittel verhärten, das Gerät wäre im Ernstfall nutzlos. Jeder Feuerlöscher trägt das Datum der Endkontrolle. Wird er gewartet, wird darüber ein Prüfsiegel mit dem letzten Kontrolldatum aufgeklebt. Bitte prüfen Sie dieses Siegel oder das Endkontrolldatum. Feuerlöscher-Wartungsfirmen finden Sie z.B. in den "Gelben Seiten".

Die feinen Unterschiede...
Im Baumarkt oder gelegentlich als Schnäppchen werden überwiegend ABC-Pulverlöscher für den Haushalt angeboten. Die Buchstaben "A, B und C" stehen für die verschiedenen Brandklassen, die mit dem Löscher bekämpft werden können. Denn: Feuer ist nicht gleich Feuer.

Und vergessen Sie nicht: Lieber einen preiswerten, geprüften Feuerlöscher, als gar keinen!


6. Wie benutze ich eine Löschdecke?

Eine Löschdecke ist neben dem Feuerlöscher eine ideale Ergänzung zur Personenrettung. Sie hat eine erstickende Wirkung auf das Feuer. Somit ist die Löschdecke für in Brand geratene Bekleidung von Personen ideal geeignet. Auch brennendes Fett kann durch die erstickende Wirkung der Löschecke hervorragend abgelöscht werden.

Handhabung: In der Löschdecke sind zwei Taschen oben rechts und links eingenäht. In diesen Taschen greifen Sie, um Ihre Hände vor Verbrennungen zu schützen. Legen Sie die Decke über das brennende Objekt und beseitigen Sie alle Luftlöcher. D.h., die Löschdecke muß platt auf das Objekt aufliegen! Ziehen Sie die Löschdecke nicht sofort wieder aus dem Brandherd, da sich noch kleine Glutnester unter der Löschdecke befinden könnten!

 

„Feuer löscht man mit Wasser.“ Das weiß doch jedes Kind. Doch wenn sich Speiseöle und -fette in einem Topf oder einer Friteuse entzünden, kann der Löschversuch mit Wasser verheerende Folgen haben.

Ursache für Fettbrände sind in der Regel technische Defekte an Küchengeräten oder menschliches Versagen. Leicht vergisst man, dass die Herdplatte, auf der die Pfanne mit dem Steak bereitsteht, schon eingeschaltet ist, als das Telefon klingelt oder man in einem Nebenraum einschläft. Lange Zeit passiert auch nichts Ungewöhnliches, da Fette sich erst ab einer Temperatur von mehreren hundert °C entzünden (pflanzliche Fette bei ca. 300°C). Erste Anzeichen für den bevorstehenden Brand ist die Rauchentwicklung, die Unvorsichtigen noch die Möglichkeit gibt, rechtzeitig einzuschreiten. Sollte es zur Flammenbildung kommen, so gilt es Ruhe zu bewahren und auf gar keinen Fall mit Wasser zu löschen!

Wenn nämlich das Wasser z. B. in den Topf gegossen wird, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers auf Grund der großen Hitze in dem Topf. Millionen kleinster Wassertropfen, vergleichbar mit feinem Nebel, steigen nun nach oben, da ein Topf keine andere Öffnung als diese bietet. Grob geschätzt können so aus einem Liter Wasser 1700 Liter werden. An den Wassertropfen haftet das brennende Fett und eine enorme Stichflamme wird sichtbar. Diesen schlagartigen Vorgang bezeichnet man als Fettexplosion, obwohl es sich eigentlich „nur“ um eine Verdampfung handelt

Doch diese kann schwerwiegende Folgen nicht nur für den Hausrat sondern auch für den Löschenden haben. Insbesondere in kleineren Räumen kann es so zu einem ausgedehnten Zimmerbrand kommen.

Daher gilt es, folgende Dinge bei einem Fettbrand zu beachten:
- Gas- bzw. Stromzufuhr unterbrechen
- Den Topf mit einem passenden Deckel abdecken, um den Flammen den Sauerstoff zu nehmen
- Deckel einige Minuten nicht wieder entfernen, es kann zu einer erneuten Durchzündung kommen, wenn erneut Sauerstoff zugeführt wird
- (Lösch-) Decken eignen sich nicht ideal zum Löschen, mit ihnen kann das Feuer nur kurze Zeit unter Kontrolle gebracht werden, da sie durchbrennen
- Auch Pulverlöscher sind ungeeignet, es droht ebenfalls eine Rückzündung
- Löschschaum besteht zu einem gewissen Teil aus Wasser und scheidet somit ebenfalls als Löschmittel aus
- Im Zweifelsfall sollte immer die Feuerwehr über Notruf 112 verständigt werden!

Auf Grund der beschriebenen Problematik mit Fettbränden gibt es seit Januar 2005 zusätzlich zu den bekannten Brandklassen A, B, C und D die Brandklasse F. Feuerlöscher dieser Brandklasse verfügen über spezielle Düsen und auch über ein geeignetes Löschmittel. Die Feuerwehr Rulle führt einen solchen Löscher auf dem Tanklöschfahrzeug mit. Besonders in gastronomischen Betrieben und Großküchen sollten die neuen Erkenntnisse berücksichtigt werden und in solche neuen Geräte investiert werden.

 

Machen Sie sich fit für den Notfall. Jemand kippt vor Ihnen um oder Sie geraten in einem Unfall! Können Sie helfen? Ein Kurs in Erste Hilfe macht Sie sicherer...

Werden Sie aktiv!
Das Wichtigste bei einem Notfall ist es, aus der Menschenmenge herauszutreten und zu helfen. In manchen Fällen reicht es schon aus, eine bewußtlose Person in einer stabilen Seitenlage zu bringen, um diese vor dem Ersticken zu bewahren. Haben Sie keine Angst davor, etwas falsch zu machen, denn es ist schlimmer, wenn Sie überhaupt nicht handeln. "Schaden anrichten können Sie vor allem, wenn Sie nicht helfen."

In regelmäßigen Zyklus (2 Jahre) sollten Sie Ihr Wissen im Erste-Hilfe-Kurs auffrischen. In der Regel muss für ein Kurs, z.B. beim Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft oder Johanniter Unfallhilfe, über zwei Samstage rund 30,- Euro investiert werden. Viele Betriebe bieten Ihnen die Möglichkeit, diese Kurse zu absolvieren und so als Ershelfer im Betrieb tätig zu werden.


Erste-Hilfe bei kleineren Notfällen

Kleinere Schnittverletzungen
Wunde ausbluten lassen und die Ränder mit einem Antiseptikum (z.B. Polyvidonjod, Octenidindihydrochlorid) desinfizieren. Dann die Wundränder aneinanderrücken und quer zur Schnittrichtung ein Pflaster darüberkleben. Bei Schnitten, die länger als ein Zentimeter sind, zum Arzt gehen.

Schürfwunden

Wunde vorsichtig mit desinfizierendem Mittel abtupfen. Nicht mit Wasser reinigen und auch keine Puder oder Salben auftragen. Wenn möglich die Wunde an der Luft trocknen lassen, bis sich Schorf gebildet hat. Wenn die Gefahr besteht, daß die Wunde verschmutzt, mit steriler Wundauflage abdecken und mit Mullbinden befestigen.
Achtung: Watte, Zellstoff oder Mullbinden eignen sich nicht als direkte Wundauflage. Sie beeinträchtigen die Wundheilung, weil sie fusseln oder mit der Wunde verkleben können.

Verbrennung/Verbrühung

Kleinere Brandwunden sofort und so lange unter kaltem Wasser kühlen, bis der Schmerz nachläßt. Größere Verbrennungen locker mit einer sterilen Brandwundauflage abdecken und möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Bei Verbrühungen die nasse Kleidung sofort entfernen. Kleidung, die in der Wunde klebt, darf nur der Arzt entfernen. Brandblasen nicht aufstechen. Zur Nachbehandlung eignet sich Brandgell (nicht auf die frische Verbrennung).

Prellung und Bluterguss

Die betroffene Stelle ruhig halten, möglichst hochlagern und kühlen, am besten mit einer Kühlkompresse, die mit einer elastischen Binde fixiert wird. Mit Salben oder Cremes, die entzündungshemmende Stoffe wie Ibuprofen, Felbinac, Diclofenac, Piroxicam oder Mucopolysaccharidpolysulfat enthalten, können Sie die Heilung fördern.

 

Elektrizität gehört zu den häufigsten Brandursachen in Privathaushalten. Die Feuerwehr rät daher zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit elektrischem Haushaltsstrom.

So sollten beim Kauf neuer Geräte auf die Zeichen GS (geprüfte Sicherheit) und VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker) geachtet werden. Stets vor Gebrauch eines neu gekauften Gerätes sollte die Bedienungsanleitung aufmerksam durchgelesen werden. Auch elektrische Geräte bedürfen der Pflege und sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Dies gilt besonders für Kabel und Stecker. Defekte Geräte sollte man nie selbst reparieren sondern dies immer dem Fachmann überlassen.

Eingeschaltete Elektrogeräte wie Bügeleisen, Herd oder Heizstrahler, Tauchsieder oder Friteusen sollten nie unbeaufsichtigt sein, selbst dann nicht, wenn eine Abstellautomatik am Gerät vorhanden ist. Nach Benutzen des Gerätes den Stecker ziehen, dabei den Stecker jedoch nie am Kabel aus der Steckdose herausreißen. Apropos Kabel und Steckdosen. Nie behelfsmäßige Steckdosen verwenden, an jede Steckdose nur ein Gerät anschließen, d.h. nicht über eine Steckdose und ein angeschlossenes Verteilerstück mehrere Geräte gleichzeitig anschließen. Denn besonders bei älteren Stromkabeln kann durch die Erwärmung der Leitungen die Isolierung schmelzen und so ein Brand entstehen. Sind Kinder im Haushalt, sollten die Steckdosen mit Kindersicherungen abgesichert sein.

Geräte, die heiß werden wie Kochgeräte, Bügeleisen oder Tauchsieder sollten stets nur auf feuerfeste Unterlagen abgestellt und nur unter Aufsicht verwendet werden. Bei Benutzung eines Heizstrahler oder eines Heizlüfter muss besonders darauf geachtet werden, dass sich keine brennbaren Gegenstände in deren Nähe befinden, die sich durch den Betrieb erhitzen und damit entzünden könnten.

Gleiches gilt für Lampen in Kellern und auf Speichern. Auch diese können durch ihren Betrieb soviel Wärme erzeugen, dass sie in der Nähe liegende brennbare Gegenstände entzünden können.

Auch Fernsehgeräte erzeugen viel Wärme, man sollte sie daher möglichst frei aufstellen. Beim Einbau in Schränke sollten die beliebten Deckchen oder andere brennbaren Materialien wie Vorhänge aus dem Bereich des Fernsehers entfernt werden. Sind die Geräte abgeschaltet, sollten bei Einbaugeräten die Schranktüren nicht sofort geschlossen werden, damit sich das Gerät abkühlen kann. Bei Gewitter oder längerer Abwesenheit sollten die Antennen - und Netzstecker herauszogen, zumindest aber die Stand by-Schaltung abschalten sein.

Besonders gefährlich ist das Arbeiten an Sicherungen. Dies sollte ganz unterlassen werden. Auf keinen Fall dürfen Sicherungen überbrückt oder repariert werden. Hier kommt nur der komplette Austausch in Betracht.

Wenn man diese Regelungen beherzigen, kann man die Wohltaten und Bequemlichkeiten der Elektrizität ohne Reue genießen.