Sicherheitstipps

 

Mit den ersten Fahrzeugen bei der Feuerwehr, ganz gleich ob Handkarren oder Pferdefuhrwerke, kamen auch die ersten "Sondersignale". Laute Rufe, Glöckchen oder Mundtröten machten jedem klar: "Platz machen, die Feuerwehr kommt!" An diesem Prinzip hat sich nur die Technik geändert. Ansonsten gilt auch heute: Fahrzeugen, die mit Blaulicht und Martinhorn unterwegs sind, ist sofort freie Bahn zu schaffen und Vorrang zu gewähren. Doch jeder Bürger und Verkehrsteilnehmer sollte noch mehr über Sondersignal wissen...

Viele Autofahrer verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen. Die häufigste Fehlreaktion: das unvermittelte Abremsen mitten auf der Fahrbahn. Damit riskieren Sie nicht nur einen Auffahrunfall mit anderen Fahrzeugen, sondern erreichen auch das Gegenteil vom Gewünschten: Sie behindern das Einsatzfahrzeug. Ebenso falsch ist: Unüberlegt rechts ranfahren, womöglich in eine Seitenstraße. Denn woher wissen Sie, ob das Einsatzfahrzeug nicht genau hier abbiegen muss? Besser ist folgender Grundsatz:

Was tun bei Sondersignal?
- Stellen Sie fest, woher das Sondersignal kommt.
- Versuchen Sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt (gesetzter Blinker?).
- Fahren Sie am besten rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren Sie das mit gesetztem Blinker.
- Überlegen Sie dabei, ob ein schweres Feuerwehrfahrzeug die Straße immer noch passieren kann (Gegenverkehr beachten!).

Auf der Autobahn gilt natürlich grundsätzlich immer sofort bei Stau: Bilden Sie eine Rettungsgasse! Auf zweispurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei Autobahnen mit mehr Fahrspuren zwischen Überholstreifen (ganz links) und der daneben liegenden Fahrbahn. Nebenbei: Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Strafe von 20,00 Euro.

Warum auch in der Nacht mit Sondersignal?
"Nachts will ich meine Ruhe - da können die ihr Martinshorn ruhig abschalten!" Fühlen Sie sich auch gestört, wenn Sie nachts durch Sondersignal geweckt werden? Wir können es verstehen. Doch leider dürfen die Fahrer unserer Fahrzeuge darauf keine Rücksicht nehmen, wenn es darum geht, schnell auszurücken, um Menschenleben zu retten, oder große Sachwerte zu erhalten. Das Einschalten von Blaulicht und Horn ist keine freiwillige Angelegenheit: Es ist gesetzlich vorgeschrieben: Wenn Wegerechte in Anspruch genommen werden (§ 38 Straßenverkehrsordnung), müssen blaues Blinklicht und Einsatzhorn eingeschaltet sein.

Doch es ist kein willkürliches Gesetz, um Bürger zu ärgern. Ganz im Gegenteil: Es soll vor allem Sie als Verkehrsteilnehmer schützen. Die frühzeitige Ankündigung des Fahrzeugs soll jedem die Möglichkeit geben, rechtzeitig zu reagieren - und so gefährliche Fahrmanöver oder gar Unfälle zu vermeiden. Das gilt im Berufsverkehr ebenso wie Nachts, wenn scheinbar keiner unterwegs ist. Denn rechnen Sie in solchen Augenblicken mit einem tonnenschweren Einsatzfahrzeug, das mit erhöhter Geschwindigkeit zu einem Unfall oder Brand unterwegs ist?

Und vielleicht haben Sie auch etwas Verständnis, wenn Sie darüber nachdenken:
Sie können sich bequem im Bett wieder umdrehen und weiterschlafen. Die Feuerwehrleute, die bis vor wenigen Minuten auch noch in ihren Betten lagen, haben dazu vielleicht in den nächsten Stunden keine Gelegenheit - und müssen am nächsten Morgen genauso zur Arbeit wie Sie. Und: Wenn Sie einmal die Hilfe der Feuerwehr brauchen, sind Sie sicherlich für einen schnellen Einsatz dankbar. Und dann wäre es Ihnen auch ziemlich egal, ob jemand anderes vielleicht durch die anrückende Feuerwehr geweckt wird...

 

Die Feuerwehren und Rettungsdienste verzeichnen alljährlich schlimmste Verletzungen!
Wenn das Jahr dem Ende entgegen geht, ist dies für viele Menschen Anlass, den Jahreswechsel mit Kanonenschlag und Feuerwerk einzuleiten. Durch falsche Gefahreneinschätzung und unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern ereignen sich jedes Jahr viele Unfälle und Brände. Damit alle Menschen einen guten Start ins neue Jahr haben, beachten Sie beim Umgang mit Sylvesterfeuerwerk bitte die folgenden Hinweise.

Tipps zur Knallerei:
- Gebrauchsanweisung genau durchlesen. Sie steht auf jedem Artikel und auf jeder Verpackung.
- Aus der Verpackung nur den Teil entnehmen, der sofort gebraucht wird. Deckel sofort wieder schließen.
- Feuerwerk der Klasse II nur im Freien zünden! Abstand halten. Nie in Nähe leicht brennbarer Gegenstände zünden!
- Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Zünden abziehen.
- Feuerwerk nicht in der Hand halten. Nur mit ausgestrecktem Arm zünden und sofort Sicherheitsabstand einnehmen.
- Raketen senkrecht in eine feststehende Flasche stecken, dann erst die Schutzkappe abziehen und zünden.
- "Versager" niemals ein zweites Mal zünden!
- Nie Feuerwerkskörper in Menschengruppen oder nach Menschen werfen.
- Feuerwerk nicht in der Nähe von Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen abbrennen.
- Auf Oberleitungen und auf Dachvorsprünge beim Abschuss achten.
- Dachluken, Fenster und Tore in der Sylvesternacht geschlossen halten.
- Gebäudebesitzer: Ein besonderes Augenmerk auf fehlgeleitete Raketen und "Blindgänger" richten.
- Bei Sturm wegen des Abdriftens auf das Abbrennen verzichten, ebenso nach übermäßigem Alkoholgenuss.
- Achten Sie darauf, dass glühende Teile einer Wunderkerze nicht mit brennbaren Gegenständen in Berührung kommen.
- Batteriefeuerwerk hat wesentlich größere Effektfüllungen. Hier sind die Gebrauchsanweisungen und Sicherheitsabstände ganz besonders zu beachten. Nach dem Zünden rasch entfernen. Wassereimer, Feuerlöscher und evtl. Wolldecke bereithalten!
Was sagt der Gesetzgeber zum Umgang mit Silvesterfeuerwerk?

Der Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen aller Art wird durch das Sprengstoffgesetz und die dazu erlassenen Verordnungen geregelt. Pyrotechnische Gegenstände werden entsprechend ihrer Gefährlichkeit in die Klassen P I, P II, P III, P IV, sowie PT 1 und PT 2 unterteilt und erhalten eine Prüfnummer (z.B. BAM P II 398). Für das Silvesterfeuerwerk sind ausschließlich Gegenstände der Klassen P I und P II zugelassen. Die Klasse P I (Kleinst- und Tischfeuerwerk) darf das ganze Jahr über, auch an Minderjährige, verkauft und angewendet werden. Feuerwerkskörper der Klasse P II dürfen nur wenige Tage vor Silvester ausschließlich an Erwachsene verkauft werden. Die Abgabe an Minderjährige ist auch mit schriftlicher Genehmigung der Erziehungsberechtigten nicht erlaubt. Jeder, der mit pyrotechnischen Gegenständen (Ausnahme Klasse P I) umgehen will, benötigt dafür eine behördliche Genehmigung. Ausgenommen davon sind Feuerwerkskörper der Klasse P II im Zeitraum vom 31.12. - 1.1. Für die restliche Zeit des Jahres gilt für den Umgang mit diesen Gegenständen das Sprengstoffgesetz. Dabei sind insbesondere auch die Lagervorschriften für diese Feuerwerkskörper zu beachten. Eine Aufbewahrung in bewohnten Räumen ist dabei grundsätzlich verboten, in unbewohnten Räumen dürfen nur geringe Mengen gelagert werden. Eine Verwendung von Feuerwerkskörpern der Klasse P II außerhalb des o.a. Zeitraumes bedarf einer behördlichen Genehmigung. Eine Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbußen bis zu mehreren tausend Euro geahndet werden kann.

 

Erst wurde der BMW immer langsamer, dann blieb er auf einmal ganz stehen – mitten auf der Autobahn. "Nur mal eben gucken was da passiert ist", mag sich der Fahrer gedacht haben, als er die Blaulichter auf der gesperrten Gegenfahrbahn sah. Die Helfer an der Unfallstelle gegenüber konnten über das leichtsinnige Verhalten nur den Kopf schütteln. Durch seine Neugier riskierte der Pkw-Lenker einen weiteren schweren Unfall – denn auf seiner Fahrbahn lief der Verkehr ungebremst.

Der Vorfall ereignete sich bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 2 nahe der Anschluss-Stelle Henrichenburg. "Das jemand ganz anhält, ist eher die Ausnahme", berichtet die Autobahnpolizei. "Normalerweise bremsen die Autofahrer eher ab und gucken dann nach links." Ein Verhalten, das Feuerwehr und Polizei auch diesmal hundertfach während der Arbeiten an der Unfallstelle beobachten konnten. "Bei jedem zweiten Auto leuchteten hinten die Bremslichter", berichtet der Pressesprecher der Feuerwehr. "Teilweise gab es ganz schön kritische Bremsmanöver, die auch zu hupenden Protesten der nachfolgenden Fahrer führten", beschreibt der Feuerwehrmann die gefährliche Situation. Insbesondere die Lkw-Fahrer hätten sich aber durch den Unfall auf der Gegenfahrbahn nicht irritieren lassen und seien vernünftig weitergefahren – doch auch sie hätten wegen der abbremsenden Fahrzeuge ihre Fahrt verlangsamen müssen.

Vom Gaffer zum Angeklagten
Wer sich so verhält, riskiert nicht nur eine gebührenpflichtige Verwarnung. Vor allem gefährdet ein Fahrer andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst. Die Folgen der Unvernunft hängen dann vom Einzelfall ab. Wenn es zu einem Unfall kommt, entscheidet meist ein Gericht über Strafe und Mitschuld.

Als erstes muss mit den Fahrzeugen zwischen linker und rechter Fahrspur eine Rettungsgasse geschaffen werden, die so breit ist, dass auch die schweren Feuerwehrfahrzeuge oder etwa ein Kranwagen durchkommen kann. Am besten, so heißt es seitens Polizei und Feuerwehr, sollte die Gasse bei jedem Stau geschaffen werden, nicht erst dann, wenn Blaulichter im Rückspiegel auftauchen.

Und auch wenn alles steht, sollten gewisse Regeln beachtet werden. Wenn man nicht mehr Ersthelfer ist und die Rettungsdienste vor Ort sind, sollten die Insassen der nachfolgenden Fahrzeuge besser in ihren Wagen bleiben. Oft würden die Fahrer bei einer Vollsperrung aussteigen und gucken wollen, was passiert ist. Doch auch wenn die Rettungsdienste nicht behindert werden, könnten zum Beispiel wertvolle Spuren zertrampelt oder unwissend zur Seite geschubst werden, gibt der Beamte zu bedenken.

Menschen auf der Fahrbahn erschweren die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge
Und noch zwei Probleme ergeben sich: "Menschen auf der Fahrbahn sind ein gewaltiges Risiko", sagt Folwaczny. Oft müsse sich die Feuerwehr durch einen Stau bis zu einer Unfallstelle quälen. Wenn sich Personen zwischen den Fahrzeugen und auf der Rettungsgasse befinden, verzögere sich die Anfahrt. "Und unsere Fahrer haben den doppelten Stress", sagt der Feuerwehrmann. Obendrein kann der eine oder andere Wagen den Rettern den Weg blockieren – und müsste schnell zur Seite gefahren werden. Wenn der Fahrer zwischenzeitlich "mal gucken gegangen ist" sei das Problem da. Letztlich kann es auch sein, dass die Polizei zumindest die Pkw von einer voll gesperrten Autobahn rückwärts aus dem Stau fahren lässt, um ihnen stundenlange Wartezeiten zu ersparen. "Das geht aber nur, wenn jeder Fahrer auch an seinem Steuer sitzt", stellt Kroll klar.

Vernunft nicht nur auf der Autobahn gefragt
Die Autobahn ist wegen ihrer Unfall- und Staugefahr der absolute Tabu-Raum für Gaffer. Aber auch auf Bundes, Land- oder Kreisstraßen sowie in der Stadt sind Schaulustige bei den Einsatzkräften verpönt. Dabei ist Neugierde an sich nicht verwerflich. Doch wenn Katastrophentouristen plötzlich den Einsatz behindern, hört der Spaß auf.

Sie können die Rettungskräfte bei ihrem Einsatz unterstützen und Ärger mit Polizei und Feuerwehr vermeiden. Leisten Sie Anordnungen der Rettungskräfte umgehend Folge. Achten Sie darauf, dass
- Zufahrten und Einsatzstellen für die Einsatzfahrzeuge befahrbar bleiben.
- die Arbeiten an der Unfall- oder Brandstelle durch ausreichend Sicherheitsabstand nicht behindert werden.
- Sie sich nicht selbst durch zu geringen Sicherheitsabstand in Gefahr bringen.
- Sie als Autofahrer/in auf der Autobahn eine "Rettungsgasse" bilden - das ist wichtiger, als nachzuschauen, was da vorne los ist.

Und bitte denken Sie daran: Vielleicht kommen Sie eines Tages selbst in eine Notsituation. Möchten Sie nach einem Unfall von zahlreichen Zuschauern hilflos begafft werden?

Wer hat das nicht schon erlebt: Ein Unfall ereignet sich oder jemand bricht auf der Straße zusammen und die Passanten schauen weg oder wechseln die Straßenseite. Meist geschieht dies nicht in böser Absicht, sondern weil man nicht weiß, wie man helfen kann und soll. Dabei sind die in den ersten Minuten nach einem Notfallereignis getroffenen Maßnahmen für das weitere Leben und manchmal auch für das Überleben des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Hier werden die Weichen für den Verlauf und die Erfolgschancen aller späteren Maßnahmen gestellt.

Da ein auch noch so gut organisierter Rettungsdienst nach Alarmierung einige Minuten bis zum Eintreffen am Notfallort benötigt, sind es meist Laien, die die so wichtige Erstversorgung vornehmen. Erste Hilfe ist in vielen Fällen eine unverzichtbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz des Rettungsdienstes. Nicht umsonst nennt sich die Zusammenarbeit von Ersthelfern, Rettungsdienst und Krankenhaus "Rettungskette".

Rettungskette
Jede Kette ist nur so stark wie das schwächste ihrer Glieder. Deshalb ist es wichtig, die ersten drei Glieder, die in die Verantwortung des Ersthelfers fallen, so stark wie möglich zu machen.

Jeder Mensch ist bei einem Notfall nicht nur moralisch, sondern auch gesetzlich zur Erste-Hilfe-Leistung im Rahmen seiner Möglichkeiten verpflichtet. Wer in Erster Hilfe ausgebildet ist, die lebensrettenden Maßnahmen kennt und weiß, wie man einen Notruf abgibt, hat bei einem Notfall natürlich weitaus bessere Möglichkeiten, effektiv zu helfen, als jemand, dem dieses Wissen fehlt. Deshalb sollte möglichst jeder eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren.
Das DRK bietet z.B. regelmäßig die entsprechenden Ausbildungskurse an.
Das ist man seinen Mitmenschen schuldig, denn wer bei einem Notfall erwartet, dass ihm schnell und sachgemäß geholfen wird, sollte selbst in der Lage sein, anderen zu helfen.
 

 

"Brennen? Was soll bei mir schon brennen?" So denken viele Menschen in Deutschland. Das Haus ist aus Beton, Kerzen werden nie angesteckt, wir sind sehr vorsichtig - warum sollte ausgerechnet die eigene Wohnung in Flammen aufgehen? Gehören Sie auch zu denen, die so denken? Dann sollten Sie hier unbedingt weiterlesen!

Die Brandgefahr ist nie zu unterschätzen
Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ca. 1/3 der Opfer sind Kinder! Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen.
Verschiedene Rauchmelder

Brandtote sind Rauchtote
Fast alle Brandtoten fallen nicht den Flammen, sondern den giftigen Rauchgasen zum Opfer, die während der Schwelbrandphase entstehen. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid - schon wenige Lungenfüllungen Kohlenmonoxid sind tödlich.

Rauchmelder retten Leben
Heimrauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

Ratgeber für Eltern
Laut Landesfeuerwehrverband Bayern sind fast ein Drittel aller Brandopfer Kinder. Als Erwachsene sollten Sie Kinder darum spielerisch auf das richtige Verhalten im Brandfall vorbereiten.

Üben Sie das Verhalten im Ernstfall
Niemals weglaufen oder verstecken, sondern Hilfe rufen, also 112 wählen und deutlich sprechen (Name, wer ist in Gefahr, was brennt, Adresse etc. (lässt sich gut mit einem Kindertelefon üben). Beim Verlassen der Wohnung alle Türen schließen, durch die man läuft. Bei starkem Rauch ein - wenn möglich nasses - Tuch vor Mund und Nase halten und am Boden kriechen. Wenn man die Wohnung nicht verlassen kann, in einem Zimmer bleiben, die Tür schließen und am Fenster um Hilfe rufen und warten. Niemals aus Angst aus dem Fenster springen.

Im sonst so sicherheitsbewussten Deutschland sind Rauchmelder gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ganz anders dagegen in den USA: Mindestens 93% der Haushalte sind hier mit Rauchmeldern ausgestattet, wodurch die Anzahl der Brandtoten um bis zu 40% gesunken ist. Hintergrund ist eine gesetzliche Regelung, nach der mindestens ein Rauchmelder in jeder Wohnung installiert sein muss. Ebenfalls ganz im Gegensatz zur Verbreitung in Deutschland - nur 5%! - ist auch in Großbritannien o. Schweden der überwiegende Teil der Haushalte mit Rauchmeldern

Kleine Helfer mit großer Wirkung
Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Hochwertige Rauchmelder mit VdS-Zeichen funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönen bei diesen Geräten rechtzeitig Warnsignale.

Vernetzung von Rauchmeldern
Um umfassenden Schutz nicht nur eines einzigen Zimmer zu gewährleisten, können mehrere Rauchmelder auch über einzelne Stockwerke hinweg über Funk drahtlos miteinander verbunden werden. Auch die Ansteuerung eines Telefonwählgerätes zur Benachrichtigung z.B. über Mobilfunk oder zur Alarmierung eines Sicherheitsdienstes ist möglich.

So leicht installiert man Rauchmelder
Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder pro Etage. Ganz nach Ihrer Wohnsituation können Sie mit mehreren Geräten einen optimal erweiterten Schutz erreichen. Als Richtlinie für den Mindest- und den erweiterten Schutz finden Sie hier als Beispiele eine Kleinwohnung, eine 3-Zimmer-Wohnung und ein mehrstöckiges Wohnhaus.

Darauf sollten Sie achten:
Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:
Befestigen Sie Rauchmelder:
- immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt,
- an der Decke in der Raummitte, bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt,
- nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft.
- nicht in der Dachspitze,
- nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht (Bad, Wirtschaftsgebäude).

Nur Qualitätsprodukte retten Leben
Im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen, bei Brandschutzfirmen oder in unserem Onlineshop erhalten Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern. Verwenden Sie nur optische Rauchmelder, die folgende Merkmale erfüllen:
- VdS-Prüfzeichen
- mit Warnfunktion bei Nachlassen der Batterieleistung
- batteriebetrieben
- mit Testknopf zur Funktionsüberprüfung

Manche ungeprüften Billiggeräte schlagen erst bei einer Rauchkonzentration von 30% Alarm: im Ernstfall also viel zu spät. Achten Sie auf Rauchmelder, die das VDS-Prüfzeichen tragen, das eine Alarmmeldung schon bei etwa 1,1% Rauchdichte garantiert. VdS-geprüfte Qualitätsmelder lösen zudem durch Insekten- und Lichtschutz sowie ihre moderne Technik kaum Fehlalarme aus. Diese Geräteentsprechen dem Normentwurf für ISO EN 12239, der wiederum auf dem BSI-Standard, einer englischen Geräterichtline, aufbaut. Qualitativ hochwertige Rauchwarnmelder sind schon zu Preisen unter 50 Euro im Fachhandel erhältlich. Weitergehende Testergebnisse sind der Zeitschrift “Test“ Ausgabe 11/2002 zu entnehmen. Thema Prüfzeichen: Im Baumarkt stößt man häufig auf Heinrauchmelder, die ein CE- und vielleicht noch ein GS-Zeichen tragen. Welche Sicherheit bieten diese Zeichen? Das CE-Zeichen,Stand heute, dokumentiert lediglich, dass das Gerät die EMV-Anforderungen dem europäischen Generic Standard entsprechend erfüllt. Er muss etwa Mindestanforderungen an die EMV-Stabilität genügen: Die Signale, die es emittiert, dürfen andere Geräte nicht störend beeinflussen. Das CE-Zeichen ist nicht produktspezifisch und gewährleistet nicht, dass ein damit ausgezeichnetes Gerät seiner Bestimmung gemäß arbeitet. Und das GS-Zeichen sagt nur aus, dass von diesem Produkt keine Gefahr ausgeht.