Wer hat das nicht schon erlebt: Ein Unfall ereignet sich oder jemand bricht auf der Straße zusammen und die Passanten schauen weg oder wechseln die Straßenseite. Meist geschieht dies nicht in böser Absicht, sondern weil man nicht weiß, wie man helfen kann und soll. Dabei sind die in den ersten Minuten nach einem Notfallereignis getroffenen Maßnahmen für das weitere Leben und manchmal auch für das Überleben des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Hier werden die Weichen für den Verlauf und die Erfolgschancen aller späteren Maßnahmen gestellt.

Da ein auch noch so gut organisierter Rettungsdienst nach Alarmierung einige Minuten bis zum Eintreffen am Notfallort benötigt, sind es meist Laien, die die so wichtige Erstversorgung vornehmen. Erste Hilfe ist in vielen Fällen eine unverzichtbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz des Rettungsdienstes. Nicht umsonst nennt sich die Zusammenarbeit von Ersthelfern, Rettungsdienst und Krankenhaus "Rettungskette".

Rettungskette
Jede Kette ist nur so stark wie das schwächste ihrer Glieder. Deshalb ist es wichtig, die ersten drei Glieder, die in die Verantwortung des Ersthelfers fallen, so stark wie möglich zu machen.

Jeder Mensch ist bei einem Notfall nicht nur moralisch, sondern auch gesetzlich zur Erste-Hilfe-Leistung im Rahmen seiner Möglichkeiten verpflichtet. Wer in Erster Hilfe ausgebildet ist, die lebensrettenden Maßnahmen kennt und weiß, wie man einen Notruf abgibt, hat bei einem Notfall natürlich weitaus bessere Möglichkeiten, effektiv zu helfen, als jemand, dem dieses Wissen fehlt. Deshalb sollte möglichst jeder eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren.
Das DRK bietet z.B. regelmäßig die entsprechenden Ausbildungskurse an.
Das ist man seinen Mitmenschen schuldig, denn wer bei einem Notfall erwartet, dass ihm schnell und sachgemäß geholfen wird, sollte selbst in der Lage sein, anderen zu helfen.